Im Gespräch mit Susanne Graf, Fundraising & Kommunikation bei Drahtzug
Seit Juni 2026 arbeitest du als Job Coach beim Verein Werkstätte Drahtzug und komplettierst das Team Ausbildung/Arbeitsintegration. Warum hast du dich für Drahtzug als neuen Arbeitgeber entschieden?
Mein Ziel war es schon länger, als Job Coach zu arbeiten und in den sozialen Bereich zu wechseln. Zudem kannte ich die wunderschöne, von der Natur geprägte Umgebung des Drahtzugs bereits.
Der soziale Bereich begleitet mich auch privat seit vielen Jahren: Meine Mutter arbeitete in diesem Bereich, meine Cousine lebt mit Down-Syndrom, und mein Sohn ist im Autismus Spektrum. Deshalb bin ich es gewohnt, mit Unvorhergesehenem umzugehen und flexibel auf unterschiedliche Situationen zu reagieren.
Die Gespräche während des Rekrutierungsprozesses im Drahtzug waren professionell, wertschätzend und zugleich sehr menschlich – genau diese Kombination hat mich überzeugt.
Erzählst du uns etwas über deinen beruflichen Hintergrund?
Ursprünglich komme ich aus der Banken- und Versicherungsbranche. In den vergangenen sieben Jahren war ich in der Personalvermittlung im kaufmännischen Bereich tätig. Zunehmend entwickelte sich in mir der Wunsch, meinen Fokus über die reine Vermittlung hinaus zu erweitern. Ich möchte Menschen im Coaching individuell begleiten, sie und ihre persönlichen Herausforderungen besser kennenlernen sowie gemeinsam nachhaltige Massnahmen und Strategien für ihre erfolgreiche berufliche Integration erarbeiten.
Heute kann ich meine Erfahrungen aus der Privatwirtschaft mit meiner Motivation für die Arbeit mit Menschen verbinden. Ergänzt wird mein beruflicher Hintergrund durch einen Bachelor in Business Administration.
Warum ist die Arbeit als Job Coach beim Drahtzug so wichtig?
Wir im Drahtzug leben Inklusion und begleiten Menschen mit psychischer Beeinträchtigung auf ihrem Weg zurück in den allgemeinen Arbeitsmarkt – das ist der Hauptfokus als Job Coach. Unser Ziel ist es, die Teilnehmenden durch unsere Massnahmen zu stärken und sie dabei zu unterstützen, nachhaltig wieder Fuss im allgemeinen Arbeitsmarkt zu fassen.
Dabei fungieren wir als zentrale Drehscheibe und wichtige Schnittstelle für zahlreiche Beteiligte – von den Betroffenen selbst und ihren Angehörigen über die SVA/IV sowie die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner und Gruppenleitenden bis hin zu den Sozialämtern und den Arbeitgebenden. Während der Integrationsmassnahme bei uns koordinieren wir die Zusammenarbeit dieser verschiedenen Anspruchsgruppen und sorgen dafür, dass alle Beteiligten am gleichen Ziel arbeiten.
Ein letzter Satz zu deinen ersten Eindrücken im Drahtzug:
Ein sympathisches und menschliches Umfeld, das lebt, kreativ ist und vielleicht manchmal auch ein wenig chaotisch wirkt – genau das macht seinen Charme aus.